West Ham United
[0:1]
Manchester United

 

West Ham United vs. Sunderland (2:0)
04/04/2009
Upton Park
Premier League


Die zweite Tour der Saison sollte einiges an Spannung und Erlebnissen zu bieten haben. Mehr eigentlich, als nur für einen Tag.

Die Gruppe, bestehend aus Pascal, Sebastian, Markus, Sandra und Matthias traf sich gegen 5.30 auf dem Hahn um London entgegenzuschweben. `Ich brauch jetzt erst mal e Bier`, waren die ersten Worte von Pascal. Diesen Satz sollte er noch einige Male wiederholen dürfen, im Laufe des Tages.
Nach angenehmem Flug in Stansted angekommen, ging es mit dem Mietwagen direkt in Richtung East Ham, zum Boleyn Ground. Nichts los in diesem London, zu morgendlicher Stunde. Doch das sollte sich ändern…
Ein Parkplatz direkt am Stadion, erste West Ham-Luft schnuppern und dann natürlich in die Green Street. Sandra, unsere Fotografin, machte sich an die ersten Schnappschüsse, natürlich vor dem Denkmal der ehemaligen Helden und vor den Kultpubs, dem `Boleyn` und dem `Queens`.
Nach einem ausgedehnten Frühstück, die Speisen haben wir für euch bildhaft gemacht, in einem Laden, den Ordnungsbeamtin Sandra gleich schließen wollte, machte sich der Trupp auf den Weg in den Fanshop des Upton Parks, wo zahlreiche britische Pfund über die Ladentheke wanderten. Die Preise für die Fanartikel betragen lediglich die Hälfte, wie wir es aus Deutschland gewohnt sind.
Ab 11 konnte dann endlich auch der Bierhaushalt aufgefrischt werden (`Ich glaub, ich brauch mal noch e Bier`) und im `Boleyn` lernten wir noch zwei weitere Hammers aus Deutschland kennen, die an dieser Stelle herzlich gegrüßt sind.
Die Stufen des `Bobby Moore Stands` zu erklimmen war natürlich das Highlight des Tages. Endlich war die legendäre Tribüne erreicht, auf der sich die wechselvolle Fangeschichte der Hammers spiegelt. Ein echt geiles Gefühl.
Das Spiel war sicherlich nicht vom Allerfeinsten, doch mühten sich die Hammers zunächst einen gepflegten Ball zu spielen, wurden aber von der dichtstehenden Sunderland Verteidigung gut in Schach gehalten. In einer Drangphase der Gäste erlebten wir endlich unser erstes Tor für West Ham. Boa Morte fuhr einen Konter über die linke Seite, ließ seinen Gegner stehen und die mustergültige Vorlage entlang des Fünfmeterraums schloss Junior Stanislas mit dem viel umjubelten 1:0 ab. Mein Held des Tages sollte er trotzdem nicht werden, doch das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Nach der Pause war das Spiel leicht von den Hammers dominiert und James Tomkins war nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle und sorgte für die Entscheidung. Alles in allem ein typisches Heimspiel, knapper Sieg, bedingt durch eine starke Abwehrleistung und einem guten Greeny zwischen den Pfosten.
Da Ryan Air den Abflug eine Stunde vorverlegt hatten, verzichteten wir auf weitere Biere, obwohl Pascal noch sehr durstig war…
Dann kam zwei Stunden lang pures Adrenalin. In der Zeit von 17.15-18.15 schafften wir es gerade mal 200 Meter weit zu kommen, da es einen Superstau gab, bedingt durch ein Gasleck. Irgendwann, nahmen Sandra und Matthias die Karte in die Hand und lotsten `Schumi` Markus durch London, bis wir endlich den Zubringer zur Schnellstraße fanden. Leider nahmen wir dort die verkehrte Ausfahrt und fuhren in den nächsten Stau. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns eigentlich damit abgefunden die Nacht im Flughafen zu verbringen, doch Markus setzte zu einer unglaublichen Kreiselfahrt an und schaffte es tatsächlich die richtige Auffahrt zu erreichen. Gegen 19 Uhr sollten wir spätestens einchecken, es war 18.40 als wir endlich freie Fahrt hatten. Kurzerhand setzten wir die britischen Geschwindigkeitsregeln außer Kraft und Markus gab dem Toyota Gummi ohne Ende.
Zum Glück war das Ende dann gut, denn sowohl das Auto konnten wir noch abgeben und am Schalter ist es egal, ob man der erste oder die letzten sind. Abgekämpft aber zufrieden saßen wir auf unseren Plätzen in Richtung Heimat.

RheinhessenHammers Matthias Decklar

Ergänzung zur Stimmung:
Mir fällt auf, dass es im Upton Park wahrscheinlich darauf ankommt, wo man tatsächlich sitzt. In gewissen Bereichen meint man es wäre nicht so dolle. Ich zum Beispiel bin der Meinung, dass beim Spiel gegen Sunderland viel mehr Stimmung war, als gegen ManU. Da habe ich aber auch woanders und weiter weg gesessen. Grundsätzlich ist es aber so denke ich, dass es in England eh anders als in Deutschland ist. Mehr Interesse am Spiel, viel Gepöbel, aber auch Applaus für verdiente und kämpfende Spieler. Kurze aber dafür intensive und laute Chants. Weiterhin fällt mir auf, dass die Auswärtsfans (die echten Hardcorler halt) oft mehr Gesänge anstimmen als die Heimfans. Ich glaube auch, dass es auch an den Kartenpreisen liegt. Der Fannachwuchs kann sich sowas gar nicht mehr leisten Macht euch selbst ein Bild.

Pascal, RheinhessenHammers
Eingestellt von Pascal - Pascal - pascalbecker@freenet.de



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