Southend United FC
[0:0]
Millwall FC

 

Notts County FC vs. Burton Albion FC (1:1)
05/09/2009
Meadow Lane
League Two
Anreise:
Die Anreise ins knapp 290.000 Einwohner zählende Nottingham ist ziemlich idiotensicher, viele Wege führen in die Robin-Hood-Stadt, die zudem noch die höchste Kneipendichte vorzuweisen hat. Der zwischen Leister, Nottingham und Derby liegende East Midlands Airport ist prinzipiell die stressfreieste Variante der Anreise. Ebenfalls ziemlich nah am Ziel ist man, wenn man sich nach Birmingham an den dortigen Airport transferiert; dieser Flughafen hat zudem den Vorteil, dass er von etlichen „Billigfliegern“ angeflogen wird. In meinem Fall wurde die Anreise per Zug ab London St. Pancras gewählt, welcher absolut akzeptable 1 ¾ Stunden für die Strecke benötigte. Vorausbuchung im Internet ist hierbei durchaus zu empfehlen. So schlug die Reise lediglich mit 13 GBP zu Buche. Am Schalter kann man hierbei kurz vor Fahrtantritt fast das 3-fache an Pfündern abdrücken. Zur Ergänzung sei gesagt, dass man auch per National Express ab Stansted über Luton und Leicester nach Nottingham reisen kann, jedoch bummelt der Bus gute 3,5 Stunden über die Insel, ist allerdings mit 12 GBP auch ne preiswerte Möglichkeit.

Stadion:
Die Heimat des ältesten Fußballclub der Welt, das „Meadow Lane Stadium“ ist ein schöner, schlichter & typisch britischer Ground in nem Wohngebiet und bietet 20.300 Personen einen eigenen Sitzplatz. Aufgrund von Sicherheitsauflagen dürfen jedoch nur 19.588 Personen ihre Arschbacken auf die schwarzen Klappsitze positionieren. Bei einem Schnitt von unter 10.000 Zuschauern jedoch wohl durchaus verschmerzbar. Bis 1994 wurde immer mal wieder daran rumgebastelt; seitdem sind alle 4 Stands durchaus auch für höherklassigen Fußball geeignet. Unter den Tribünen sind die Verpflegungsstände untergebracht, wobei der Verkauf von Bovril und nem Pint Carling für 2 pounds durchaus positive Erwähnung finden sollte. Schlappe 300 yards entfernt –auf der anderen Seite des Flusses- befindet sich übrigens der City Ground, die Heimat des Rivalen Nottingham Forest. Nochmal nen Steinwurf weiter findet man das hiesige Cricket Stadium. Der Groundspotter an sich, ist hier also relativ schnell durch.

Spiel:
Die erste Halbzeit ist relativ schnell erzählt, denn die fußballartige Darbietung auf dem heiligen Grün hatte nur bedingt mit professionellem Sport zu tun. Das war britisches „Kick and Rush“ wie man es sich in den 80ern vorgestellt hat. Lediglich die ein oder andere fragwürdige Schiedsrichterentscheidung brachte etwas Pfeffer ins Spiel. Folgerichtig wurde der Pausentee bei einem leistungsgerechten 0:0 serviert.
Dazu gab’s wohl noch ne ordentliche Kabinenpredigt, denn das Spiel wurde in Hälfte Zwei durchaus ansehnlich und temporeicher. Die besseren Chancen spielten sich vor allem die Hausherren heraus, die ihre Angriffe fast ausschließlich über die linke Seite einleiteten. Über jene Seite fiel dann auch in der 54. Minute das vielumjubelte 1:0 durch Hawley, der unhaltbar per Heber ins lange Eck einnetzte. County dominierte nun das Spiel, ehe man sich ab der 70. Minute zum Beton anmischen entschied. Nun stürmte nur noch Albion, die fahrlässig mehrere hochkarätige Chancen ausließen, ehe Walker schließlich kurz vor Schluss das Runde ins Eckige beförderte. Danach testete Albion noch 2 mal das Aluminium der Magpies, was den mittlerweile lila-häutigen County Keeper fast zum Kollabieren brachte.

Heimfans:
Die zum größten Teil in das typisch längsgestreifte Trikot gehüllten Heimfans besetzten den heimischen Kop zu 90%, wobei eine größere Blockfahne den unteren, rechten Tribünenrand einnahm. Besondere Aktivität ging von dort allerdings nur selten aus, was man zumindest in der ersten Halbzeit noch auf das doch eher einschläfernde Spielgeschehen schieben kann. Gelegentliche „County“ Schlachtrufe wurden von der Hälfte des Kops getragen, außer einem „County til I die“ blieb gesangstechnisch nicht viel hängen. Nach dem 1:0 gab es dann allerdings 10 gute Minuten, in denen man erahnen konnte, was in der Tribüne stecken könnte.
Die Haupttribüne setzte sich stets bei sämtlichen Pöbeleinlagen in Szene und die permanenten, sympathisch vulgären sowie lautstarken Unmutsäußerungen gegenüber den Unparteiischen müssen ja in nem englischen Stadion nicht extra erwähnt werden.

Gästefans:
Aus der 30 Meilen entfernten Bierstadt Burton-upon-Trent fanden sich knapp 700 Away supporters ein, welche die gesamte Gegengerade belagern durften und 2 Zaunfahnen (St. George) mit im Gepäck hatten.
Knapp 200 von diesen Herrschaften machten quasi auf der linken Tribünenhälfte die gesamten 90 Minuten Alarm, nach guten Spielzügen der „Brewers“ stimmten auch die restlichen verstreuten Gästefans mit ein, was desöfteren zu sehr respektabler Stimmung führte.
Durchaus abwechslungsreich wurde die eigene Elf unterstützt, Schalparaden und T-Shirt-wedeln mit eingeschlossen. Ebenfalls pöbelte man -abgeschirmt durch eine Polizeikette- munter Richtung Kop, was dieser stets mit passenden Gesten beantwortete.
Nach Spielschluss wurde die eigene Mannschaft per Handschlag verabschiedet und kurz danach rollten die ersten Busse schon wieder davon. Irgendwelche Konfrontationen waren an diesem Tag Fehlanzeige.

Ein spezieller Dank geht hierbei noch an meine Gastgeberin Katrin, die den Trip durch ihre Gastfreundschaft und ihr Insiderwissen im örtlichen Nightlife rundum gelungen machte :)

Eingestellt von BritishBulldog



Notts County FC - Burton Albion FC, Meadow Lane, League Two, 05/09/2009


Notts County FC - Burton Albion FC, Meadow Lane, League Two, 05/09/2009


Notts County FC - Burton Albion FC, Meadow Lane, League Two, 05/09/2009


Notts County FC - Burton Albion FC, Meadow Lane, League Two, 05/09/2009


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