Tottenham Hotspur FC
[0:1]
Stoke City

 

Arsenal FC vs. Blackburn Rovers (4:0)
14/03/2009
Emirates
Premier League
Nun war es also soweit: Endlich durfte ich mein erstes Fussballspiel auf der Insel erleben! Wie es sich für einen solchen Freudentag natürlich gehört, musste meine Premierleague-Premiere natürlich in würdigem Rahmen stattfinden und so beschloss ich, den ganzen Tag voll und ganz „König Fussball“ zu widmen.



Bereits am morgen kurz vor neun ging es mit dem Zug von Earl’s Court zur nahe gelegenen Putney Bridge. Ziel sollte das Stadion vom Fulham FC sein. Dank der Wegbeschreibung von „Fussball in London“ war es natürlich kein Problem, das schmucke „Craven Cottage“ zu finden. Glücklich kann sich derjenige schätzen, der genügend Zeit eingeplant hat, denn ein gemütlicher Spaziergang durch den Bishop’s Park kann man jedem nur empfehlen.



Beim „Craven Cottage“ angekommen, reichten mir die Fotos von der Aussenfassade des Stadions bald nicht mehr und ich wollte ins Innere. Dies gestaltete sich jedoch als nicht ganz einfach – wen wundert’s? Nachdem ich zuerst von der Club-Cafeteria ins Box Office verwiesen wurde, leitete mich dieses direkt zum Security Office weiter. Nachdem die Klingel am Tor betätigt wurde, erschien ein bulliger Wachmann, welcher von meiner Idee eines Fotoshootings im Stadion wahrlich gar nicht viel hielt. Erst nachdem ich ihn in ein Gespräch über den Coach Roy Hodgson (er war früher Schweizer Nationaltrainer) und über den Ersatztorwart Pascal Zuberbühler (früherer Nationaltorhüter der Schweiz) verwickelte, lockerte sich die Stimmung und mir wurde eine kleine Privat-Stadiontour geboten. Nachdem ich versprechen musste, dass ich anschliessend noch kurz im Fulham-Shop an der Fulham Road vorbeischauen werde, durfte ich sogar noch einige Fotos schiessen.



Gesagt getan, schliesslich befand sich der Store genau auf dem Weg zur „Stamford Bridge“, meinem nächsten Ziel. Um 11 Uhr hatte ich da eine Stadiontour gebucht. Und so zog ich mit grossen Schritten der Fulham Road entlang in Richtung der Heimat der Blues, meinem englischem Lieblingsverein. Pünktlich ging es da los: Vom Shed End, zur East Stand, danach über den Presseraum in die Kabinen des Auswärts- dann des Heimteams. Highlight war aber der Gang durch den Tunnel hinauf aufs Feld, begleitet von Publikumsgesängen ab Konserve – Gänsehautfeeling pur! Abgerundet wurde die Tour mit Besuchen im Chelsea-Museum und im CFC-Megastore.



Langsam kam der Durst und was bietet sich in einem solchen Moment eher an, als sich ein leckeres Pint Abbot Ale im Pub „The Butcher’s Hook“ (früher „The Rising Sun“) zu gönnen, dem Pub, in dem der Chelsea FC vor Jahren gegründet wurde?



Danach wurde es aber ernst und die Spannung stieg, als ich in der Tube in Richtung Nordlondon unterwegs war. Je näher die Underground der Station „Arsenal“ kam, umso mehr deutete auf ein Fussballleckerbissen hin. Wahnsinn, welche Massen da bereits zwei Stunden vor Anpfiff unterwegs waren rund ums „Emirates Stadium“. Bevor ich mich aber zu meinem Platz im Stadion aufmachte, wollte ich noch die Überreste des altehrwürdigen „Highbury“ aufsuchen. Dies empfehle ich im übrigen nicht nur den Arsenal-Fans wärmstens, denn es ist echt eindrücklich, zu sehen, wie man ein solches Stadion „wiederverwerten“ kann…



Aber dann ging es endlich los: Kaum im „Emirates“ den Platz eingenommen, wurde auch schon angepfiffen und wenige Sekunden später, stand es schon 1:0 für die Gunners. Die Stimmung war dementsprechend von Anfang an top. So im übrigen auch mein Sitzplatz im dritten Rang der West Stand. Echt gigantisch wie man von da aus den Platz im Auge hat. Dennoch juckte es mich, da ich vom Auswärtsblock nicht wirklich viel mitbekam und so beschloss ich, nach der Halbzeit einen freien Sitz im North Stand Lower einzunehmen. Es war zwar nicht wirklich schwer im Gewusel der Halbzeitpause den Sektor zu wechseln, jedoch ist es unmöglich, dies unerkannt zu tun: Kaum waren 10 Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, erschien auch schon ein Steward, der mein Ticket sehen wollte. Nach einigem hin und her gab dieser Typ dann sein OK zu meinem neuen Standort und ich konnte das Geschehen auf dem Feld von der zehnten Reihe aus verfolgen. Auch die Sicht auf den guten Blackburn-Mob war klasse. Erstaunt war ich jedoch über die Tatsache, dass in England - der exemplarischen Referenz friedlicher Fussballkultur (so zumindest in Schweizer Medien verschrien)- mehrere Male Polizeieinsätze im Auswärts- wie auch im Heimsektor nötig waren, um die Provokationen von Fans beider Lager zu unterbinden…



Nach dem Spiel und dem klaren 4:0-Sieg der Gunners blieb aber alles ruhig und man konnte gemütlich zurück zur Undergroundstation gehen. Da traf mich fast der Schlag: Die Schlange von anstehenden Fans war gigantisch und zog sich bis fast zum Stadion den Hügel hinauf. Auch hier war ich „Fussball in London“ sehr dankbar, welche bereits auf diese `Problematik` hinwiesen. Zwar geht man bis zur Station Finsbury Park einige Schritte, kann da jedoch problemlos und ohne lästiges Anstehen in die Piccadilly- oder Victorialine steigen. So getan ging es dann zurück in die Innenstadt, wo mein erster Fussballtag mit einigen Pints IPA, London Pride und Abbot Ale abgerundet wurde...



Und so schwor ich mir auch noch in dieser Nacht: London wird in diesem Jahr nochmals gemacht!

Eingestellt von Lazare



Arsenal FC - Blackburn Rovers, Emirates, Premier League, 14/03/2009


Arsenal FC - Blackburn Rovers, Emirates, Premier League, 14/03/2009


Arsenal FC - Blackburn Rovers, Emirates, Premier League, 14/03/2009


Arsenal FC - Blackburn Rovers, Emirates, Premier League, 14/03/2009


Arsenal FC - Blackburn Rovers, Emirates, Premier League, 14/03/2009


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